Sonnen-strahl-Kids - immer gut drauf!
... für Eltern

Das "Zu Hause konnte ich es noch" Phänomen

Kennen Sie das? Es gilt, sich auf Diktat vorzubereiten, auf eine Matheprobe oder eine Erdkunde-Ex und alles läuft wie geschmiert. Kaum allerdings sitzt das Kind in eben jener Probe/Ex/Klassenarbeit, ist irgendwie alles weg. Und nachdem man sich über die Fünf gewundert hat, fragt man sich: "Was ist denn da passiert? Zu Hause konnte er/sie es doch noch?!"

Es kann verschiedenste Gründe dafür geben, dass Gelerntes im "Ernstfall" nicht abrufbar ist. Manchmal sind es schlechte Erfahrungen mit Prüfungssituationen, manchmal Ängste, mal hat man einfach nur einen schlechten Tag.



Eine häufige Ursache ist so einfach wie oft unbeachtet: Stress mit Sinneswahrnehmungen. Gerade Kinder reagieren oft sehr sensibel auf verschiedene Sinnesreize. Da reicht dann bei manchen Kindern ein unangenehmes Geräusch, ein strenger Geruch oder ein flackerndes Oberlicht im Klassenzimmer.

Ich möchte Ihnen ein Beispiel aus eigener Erfahrung erzählen: Mein Sohn war immer bestens auf seine Referate vorbereitet. Zu Hause konnte er alles abrufen, fließend sprechen und konnte auch auf Fragen reagieren. Und trotzdem reichte es bei ihm immer nur zu einer Vier. Eine frustrierende Erfahrung.

Vor einem Referat machten wir eine kinesiologische Sitzung. Es kam heraus, dass er auf 'Vibrationen' Stress hatte. Während Mama noch mit dem Fragezeichen auf ihrem Gesicht kämpfte, konnte mein Sohn mir sofort sagen, dass es sich bei der Vibration um sein Zittern handelte: Sobald er vorne stand, fing er an zu zittern. Wenn er das Zittern wahrnahm, stresste ihn das so sehr, dass seine Konzentration flöten ging.
Ich 'entstresste' ihn auf das Zittern und siehe da - die nächste Referatnote war eine Eins, das Lob des Klassenlehrers hieß 'bestes Referat der Klasse' und im Gespräch fragte mich der Klassenlehrer, was ich denn mit meinem Sohn gemacht habe - der hätte vorne gestanden, als hätte er nie etwas anderes gemacht als zu präsentieren...
Die Rückmeldung meines Sohnes: Er habe noch gezittert, aber es habe ihn nicht aus der Konzentration geworfen. Und das ist es ja, was wir erreichen wollen.

Denken Sie doch einmal nach: Gibt es Sinneswahrnehmungen, die Sie aus der Bahn werfen? Vielleicht das Knistern der Chipstüte des Nachbarn im Kino, das Parfüm der Arbeitskollegin oder wenn Sie eine bstimmte Farbe sehen, die Sie nicht mögen? So scheinbare Kleinigkeiten können für Konzentrations-schwierigkeiten mit verantwortlich sein.

Wenn so etwas bei Ihren Kindern auftaucht, überlegen Sie doch einmal, wie man daran etwas ändern kann - kann sich das Kind umsetzen, dass es den Geruch des Banknachbarn nicht mehr wahrnimmt? Kann die flackernde Lampe repariert werden? Darf das Kind Ohrstöpsel tragen?
Wenn alles nicht geht, kann eine kinesiologische Sitzung helfen, die Sinne zu 'entstressen'. Sprechen Sie mich gern dazu an.

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